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soccerline! Sportmedizin, Prophylaxe und Behandlung von Sportverletzungen

Sportverletzung Verstauchung / Distorsion

Kurzinfo Verstauchung / Distorsion
Symptome Je nach Schwere der Verletzung unterschiedlich: Bluterguss, Schwellung, schmerzbedingte Bewegungseinschränkung.
Wann zum Arzt? Bei Verdacht sofort.
Therapie » PECH-Regel sofort anwenden.

Bei schweren Verstauchungen eventuell konservative Therapie mit Ruhigstellung mittels Stützverband, Taping oder Gips zwischen 3 bis 6 Wochen. Frühzeitige Bewegungsübungen. Kontinuierliches Muskeltraining.



Eine Distorsion ist eine vorübergehende Trennung der Gelenkflächen.



Eine Verstauchung oder Distorsion entsteht, wenn die Gelenkstrukturen gegeneinander verschoben werden. Diese Verschiebung geschieht durch Gewalteinwirkung, die die Gelenkflächen über das normale Maß hinaus voneinander trennen. Die Trennung ist aber nur vorübergehend. Wenn die Gewalteinwirkung beendet ist, kehren die Gelenkstrukturen in ihren Ausgangszustand zurück.

Schmerzen und Schwellung sind die typischen Anzeichen.



Dennoch können durch die kurzzeitige und vorübergehende Trennung und Verschiebung erhebliche Verletzungen an der Gelenkkapsel und am Bandapparat entstehen. Unabhängig von der Schwere der Verletzung sind häufig die anfänglichen Symptome dieselben. Allerdings können auch sie unterschiedlich stark ausfallen.

  • Schmerzen
  • Gelenkschwellung
  • Bluterguss
  • unnormale Gelenkstellung
  • Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit
  • Schwere Verstauchungen können mit einem Bänderriss einhergehen.

    Sprunggelenk, Daumen- und Fingergelenke sind am häufigsten betroffen.



    Beim Sport treten Verstauchungen des Sprunggelenks häufig beim Fußball und Basketball und in Lauf- und Sprungdisziplinen auf unebenem Boden auf, wenn der Fuß umknickt. Kniegelenksverstauchungen kommen beim Fußball z. B. durch Fouls oder durch unphysiologische Drehbewegungen vor. Daumen- und Fingergelenke werden häufig gestaucht beim Volleyball, bei der Gymnastik z. B. beim Auffangen von Medizinbällen und beim Skilaufen.

    Eine Röntgenaufnahme klärt das Ausmaß der Verletzung.



    Wichtig sind die Sofortmaßnahmen nach der » PECH-Regel. Sofortige Unterbrechung, Kühlung, Kompressionsverband und Ruhigstellung vermeidet einen größeren Bluterguss und verkürzt die Genesungszeit. Danach sollte eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Nur so kann festgestellt werden, welche Gelenkanteile betroffen sind. Bei leichte Verstauchungen ohne weitere Verletzung der Gelenkstrukturen reichen meistens die Sofortmaßnahmen aus. Sind Bänder oder Kapsel verletzt, erfolgt eine mindestens 6-wöchige Ruhigstellung oder eine operative Rekonstruktion (vgl. Bänderriss).


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