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soccerline! Sportmedizin, Prophylaxe und Behandlung von Sportverletzungen

Die PECH-Regel

Nahezu jede Sportverletzung, sofern sie eine geschlossene Verletzung des Bewegungsapparates ist, wird begleitet von Blutungen in das betroffene Gewebe. Es entsteht ein Bluterguss (Hämatom).

Beim Sport ist direkt am Platz oft keine genauere Untersuchung möglich. Deshalb ist es schwierig, eine weitere Unterscheidung der Verletzung zu treffen. Handelt es sich um eine einfache Prellung, oder verbirgt sich dahinter eine Zerrung, ein Muskelfaserriss oder eine Bänderdehung?

Viele Sportverletzungen haben, obwohl sie sich in der Stärke der Beschwerden unterscheiden, ein ähliches Beschwerdebild:

  • unmittelbar einsetzender, oft starker Schmerz
  • Kraftlosigkeit der betroffenen Muskeln, Bewegungseinschränkung bis hin zur Bewegungsunfähigkeit
  • Schwellung und Druckempfindlichkeit

    Die richtigen Sofortmassnahmen anhand eines einfachen Schemas helfen, den Heilungsverlauf günstig zu beeinflussen und weitere Schäden zu verhindern:



    Pause Eis Compression Hochlagerung



    P wie Pause



    Als erstes gilt bei einer Verletzung des Bewegungsapparates der Grundsatz: S o f o r t mit dem Sport aufhören. Das betroffene Körperteil sollte ruhig gestellt werden. Dann sollte eine Untersuchung durchgeführt werden, um den Schaden beurteilen zu können.

    E wie Eis



    Entscheidend für den Heilungsverlauf und die weitere Behandlung ist die sofortige Kälteanwendung. Die Kälteanwendung bei der Behandlung von Weichteilverletzungen bewirkt die Verminderung von Blutungen und Schwellungen durch die Verengung der Blutgefäße. Die Kälte verlangsamt den Stoffwechsel im Gewebe und verhindert so die Ausdehnung des Gewebeschadens. Außerdem lindert die Kälte den Schmerz.

    30 - 45 Minuten kühlen. Dabei ist die Dicke der verletzten Muskulatur ausschlaggebend für die Dauer des Kältereizes. Immer muss tiefenwirksam und langanhaltend gekühlt werden. Verletzungen im Bereich von Knöchel oder Knie sollten mindestens 30 Minuten, eine Verletzung am Oberschenkel mindestens 45 Minuten gekühlt werden. Die Kühlung sollte sporadisch über 2 bis 3 Stunden fortgesetzt werden, um den blutungsstillenden Effekt aufrechtzuerhalten.

    Eispackung nie direkt auf die Haut. Kältepackungen sollten niemals direkt auf die Haut gelegt werden. Immer zuerst die Stelle mit einem Tuch abdecken oder mit ein paar Lagen einer Kompressionsbinde umwickeln. Dann die Kühlpackung auflegen und mit einer Kompressions- oder einer Elastikbinde fixieren.

    Notfalls tut es auch ein kalter Umschlag. Es stehen mehrere Kühlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Eispackungen mit viskösem Gel, welche zuerst gekühlt werden müssen und mehrfach verwendbar, sind sowie Kältesprays zur lokalen Schmerzbekämpfung. Kältesprays finden ihren Einsatz in Verletzungsgebieten, bei denen die Haut direkt auf dem Knochen aufliegt, wie z. Bsp. Schienbein, Sprunggelenk. Hier ist es sinnvoll, das Spray durch die Sportkleidung hindurch anzuwenden. Im Notfall, wenn nichts anderes zur Hand ist, helfen auch einfache kalte Umschläge.

    Kälte nicht auf offene Wunden. Kälte darf bei einer offenen Wunde nicht angewandt werden. Eisanwendungen sollten außerdem nur innerhalb der ersten 15 bis 20 Minuten nach einer Verletzung angewandt werden. Danach behindern sie die natürlichen Wundheilungsprozesse.

    C wie Compression



    Das Anlegen eines Druckverbandes mit mäßiger Spannung ist der nächste Schritt. Komprimierende Verbände werden vor allem an den Gliedmaßen bei Schwellungsneigung und bei Krampfadern, an den Gelenken bei Ergüssen, nach Gelenkszerrungen (Distorsionen) und Prellungen eingesetzt.

    H wie Hochlagerung



    Das Ruhigstellen in der akuten, schmerzhaften Phase einer Verletzung ist oft mit der Hochlagerung des verletzten Körperbereiches verbunden. Durch die Hochlagerung wird die Blutzufuhr verringert. Flüssigkeit, die aus denBlutgefäßen in das umliegende Gewebe ausgetreten ist, wird so leichter abtransportiert. Das führt dazu, dass sich Schwellung und die damit verbundenen Schmerzen vermindern. Bei ausgedehnten Schwellungen sollte die Hochlagerung für 1 bis 2 Tage bestehen bleiben. Auch im weiteren Verlauf der Behandlung sollte das verletzte Körperteil regelmäßig hochgelagert werden.

    Eine sportmedizinische Untersuchung ist notwendig. Bei einer akuten Verletzung sollte nach den Sofortmaßnahmen der Verletzte zur genauen Diagnose einen Arzt aufsuchen. Der Arzt sollte eine vollständige sportmedizinische Untersuchung durchführen und sich nicht nur auf die verletzte Region beschränken.

    Zur weiteren Behandlung empfiehlt sich die Anwendung einer Sportlersalbe. In einem Test des unabhängigen Magazins "Öko-Test" von 17 gängigen Sportlersalben erreichte nur eine das Gesamtergebnis "gut": Profelan von Dr. Müller-Wohlfart.


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