9. Spieltag - 17.09.2011 15:00 - TSV Ebersberg - VfL Waldkraiburg 3:3Ebersbergs 8 Minuten Tiefschlaf kosten SiegDie Vorgabe war eindeutig: Zehn Minuten defensiv spielen, kein Tor kassieren und dem Gegner so den letzten noch verbliebenen Rest an Optimismus nehmen.
„Das war unsere Zielsetzung. Wir waren gut drauf und wussten, dass alles angerichtet ist“, blickt Ebersbergs Mittelfeldakteur Christopher Lechner auf die Zusammenkunft mit seinen Mitspielern in der Pause angesichts einer 3:0-Führung gegen den VfL Waldkraiburg zurück. Doch binnen acht Minuten passiert das Unfassbare. Die junge Ebersberger Mannschaft igelt sich zwar tatsächlich in der eigenen Hälfte ein – und kassiert dennoch drei Gegentreffer. „Das war der Wahnsinn. Wir haben uns schon gefragt: Wie doof kann eine Mannschaft eigentlich sein“, lässt Lechner ausreichend Selbstkritik erkennen. Denn der Tabellenführer der Bezirksliga Ost dominiert die Partie 45 Minuten lang nach Belieben und knüpft an die überragenden Leistungen des Saisonstarts an. Waldkraiburg findet in dieser denkwürdigen ersten Hälfte nicht statt und überlässt den Gastgebern großzügig die Spielgestaltung.
Von der ersten Minute an drängt das Team von Massimo Foraterra in die Offensive und erspielt sich Chancen im Minutentakt. Doch nur einem Spieler ist es vorbehalten, sich in die Torschützenliste einzutragen. Nur 13 Minuten benötigt Angreifer Benedikt Platzer für seinen lupenreinen und etwas kurios anmutenden Hattrick. In Spielminute zwölf nickt der Stürmer per Kopfball zum Führungstreffer ein, 180 Sekunden später wird Platzer bei einem Eckball erfolgreich angeschossen, nach 25 Minuten landet seine verunglückte Flanke im Waldkraiburger Gehäuse. „Da war alles klar. Wir waren total überlegen – haben aber viele Chancen liegen lassen“, hadert Mittelfeldspieler Lechner nach der Partie. Er selbst verpasst nur knapp den Treffer zum 4:0 – Blasius Gerg und Robert Wendl lassen ebenfalls beste Möglichkeiten aus. Dennoch ist die Stimmung in der Kabine gleichermaßen ernsthaft und gut.
„Die Einstellung war vollkommen in Ordnung – und dann so was“, ist Lechner der Schock noch anzumerken. Zwei Minuten benötigt Waldkraiburg zum Anschlusstreffer durch Johannes Helldobler. Nach dem Treffer scheint auch Coach Fortarerra das Schlimmste zu befürchten und zieht sich in seinen Unterstand zurück. Und tatsächlich brechen alle so negativen Erwartungen urplötzlich über die Ebersberger herein. Per Freistoß verkürzt Sergiu Iuga auf 2:3 (52.) – 60 Sekunden später stellt Manuel Stadlmayer mit einem abgefälschten Ball die Partie völlig auf den Kopf. Binnen acht Minuten scheitert der Tabellenführer an sich selbst. mue
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TSV Ebersberg
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VfL Waldkraiburg |
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